Im Winterhalbjahr muss Immunsystem gestärkt werden

20.01.2017 | Von val
Im Winterhalbjahr muss Immunsystem gestärkt werden
Gesundheit
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Der Organismus am Limit   –  das Immunsystem im Keller. In 3 – 72 Stunden nach hohen Belastungen versteckt sich die Gefahr!

 

Von Lothar Pöhlitz

Winterzeit ist Erkältungszeit für Läufer, allüberall haben sich auch aktuell wieder Infekte breitgemacht, die Nase läuft und Trainingausfälle sind nicht selten.  Auch im Frühjahr ist die Gefahr noch nicht vorbei. Unabhängig von äußeren Ursachen die man in der Regel meist nur vermuten kann, steht bei Läufern eine ungenügende, nicht ausreichend Wind, Kälte oder Regen – abweisende Bekleidung im Zusammenhang mit Training oder Wettkämpfen ganz oben auf einer möglichen Ursachenliste. Dabei ist Erfahrung das sich Sportler in der Regel nicht während der Belastung erkälten, sondern in den Pausen oder in der Zeit nach der Belastung, wenn sie, durch verschieden Anlässe abgelenkt, sich nicht schnell genug warm anziehen. Ich hatte manchmal das Gefühl das da 2 Minuten schon ausreichen.

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Schlappheit können aber auch Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem sein. Dadurch soll der Organismus anfälliger gegenüber Krankheitserregern und Infekten sein. In der Literatur findet man aber das ein geschwächtes Immunsystem noch keine Krankheit ist, auch wenn Krankheitserreger  offensichtlich weniger gut abgewehrt werden. Aber man kann etwas dagegen tun.

Regeneration und Entlastung nach Extrembelastungen sichern

„Wissenschaftlich gesichert ist, das ein moderates aerobes Training und die Höhe der Trainingsbelastung in aerober Stoffwechsellage nicht unbedingt ein gefährden-des Element für das Immunsystem sind, sondern eher zu einer Stärkung der immunologischen Abwehr führt und die gesundheitliche Stabilität erhöht. Das immunologische Geschehen ist sehr komplex. Die nach einer hohen sportlichen Anstrengung (Wettkämpfe bzw. Training) zu beobachtende Abwehrschwäche ist nicht gleichbedeutend mit einer Erkrankung.

Nach hohen psychophysischen Belastungen – persönlichen Extremleistungen –  besteht für 3 – 72 Stunden ein sogenanntes offenes Fenster (Open-Window-Phänomen) gegenüber eindringenden Erregern (Pedersen et. Al 1999). Eine Identität mit der Erkrankung besteht nicht. Die regelmäßige Belastungs-verminderung im Leistungstraining hat bezüglich der Stärkung der natürlichen immunologischen Abwehr eine große Bedeutung“ (Neumann u.a. 2011 – S. 109 – 110).

Möglichkeiten der Infektprophylaxe / Selbstanwendungen

Gesund und aktiv vorbeugend durch Herbst, Winter und das Frühjahr

Auch bestimmte Lebensmittel (z.B. Gemüse, Früchte, Mandeln), Kräuter, Gewürze und Grünpflanzen heizen ganzjährig den Stoffwechsel an, senken Entzündungen im Körper und unterstützen die Regeneration. (Dr. Feil). Sie entgiften den Organismus, schützen vor Krankheitserregern und stärken vorbeugend die körpereigene Abwehrkraft – das Immunsystem. Auch im großen Blutbild in angemessenen Abständen erkennt man die kleinen und großen Baustellen. Aber bitte keine Extreme, Geld spart man mit einer belastungsabhängigen, kalorienorientierten Mischkost, die ist für alle das Beste.

Außerdem helfen:

– Wetterangepasste Bekleidung, Nierenschutz, Mütze, Schal,

überraschend Schnee im Frühjahr ist im Trainingslager keine Seltenheit

– Psychophysische Entlastungsmaßnahmen, Stressvermeidung, Schlaf

– Sanierung von Entzündungen, Nasendusche, Inhalationen

– Sauna, Wechselduschen, Teilbäder, Entmüdungsbäder, Kneipp-Güsse

– Gezielte Supplementationen – Vitamine, Mineralien, Immunstimulanzien

Der Leistungssportarzt gibt die Empfehlungen

– belastungsabhängige, kalorienorientierte Vollwert – Ernährung

– Selbstmassagen, Teilmassagen, Bürstenmassagen, Kältebehandlungen

und ins Trainingslager die kleine Sportlerapotheke mit Blasenpflaste nicht vergessen

Foto: Lothar Pöhlitz / Gesunde vitaminreiche Kost

 

 

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