Köln Marathon: Hendrik Pfeiffer steuert dritten Erfolg an

14.04.2018 | Von val
Köln Marathon: Hendrik Pfeiffer steuert dritten Erfolg an
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Wie bei der Pressekonferenz zum 22. RheinEnergie Marathon Köln bekanntgegeben wurde, wird Hendrik Pfeiffer auch 2018 wieder an den Start gehen. Nachdem er bereits 2015 in der Domstadt den Halbmarathon mit deutschem Juniorenrekord (1:03:43 h) gewonnen hatte und im Vorjahr beim Marathon triumphieren und die Norm für die Europameisterschaft in 2:13:39 h erfüllen konnte, wird der Wattenscheider am 7. Oktober 2018 in Köln erneut beim Halbmarathon starten und versuchen, den Streckenrekord von Leonard Langat aus 2010 (1:03:00 h) zu knacken und damit eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen. Köln ist für Pfeiffer ein ausgesprochen gutes Pflaster, auf eine erneute Teilnahme über die Langdistanz verzichtet der Athlet von Trainer Tono Kirschbaum zugunsten eines Starts bei der Europameisterschaft. Eine Titelverteidigung im Marathon hingegen strebt Vorjahressiegerin Rebecca Robisch (2:42:59 h) an, die ihre Zusage bereits gegeben hat. Über die Kurzdistanz mit dabei sein werden auch Laura Hottenrott, die HM-Siegerin von 2016, und Sabrina Mockenhaupt, die schon fünf Mal in Köln gewann. Tobias Blum, HM-Sieger 2017, wird sein Marathondebüt geben, ließ Geschäftsführer Markus Frisch wissen. Weitere Starter für das Elitefeld würden im Mai oder Juni hinzukommen, wenn die großen Frühjahresmarathons gelaufen und die Nominierung für die EM vollzogen sei. Man behalte aber das im letzten Jahr praktizierte Verfahren in jedem Fall bei, keine ausländischen Spitzenläufer mehr zu verpflichten, sondern dem hoffnungsvollen deutschen Langstreckennachwuchs eine Bühne zu geben.

Im Bereich der Teilnehmerzahlen konnte Frisch Positives vermelden. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres lägen über 2.000 Meldungen mehr vor, davon entfallen auf Marathon 94 Läufer (insgesamt 3.280), auf HM 1.546 (7.055) und auf den Staffelmarathon 384 (1.084). Mit zur Zeit 11.419 Meldungen insgesamt liege man 22 % über dem Vorjahresniveau. Frisch geht davon aus, dass bis auf den Marathon alle anderen Wettbewerbe frühzeitig ausgebucht sein werden. Man werde einer größeren Nachfrage, die es vor allem im HM gebe, leider mit Limits begegnen müssen, um den Läufern die gewohnte Qualität bieten zu können. Der HM, Nummer zwei in Deutschland und Nummer sieben in Europa, wird bei 15.000 Teilnehmern gedeckelt, der Staffelwettbewerb bei 1.000 Teams. Beim im letzten Jahr eingeführten Schülerlauf über vier Kilometer werde man das Limit um 1.000 Läufer erhöhen und damit verdoppeln.

Nachdem der Standort der Marathonmesse in den letzten Jahren mehrfach wechselte und Station im Staatenhaus, in der Lanxess-Arena und in der Wassermannhalle machte, kehrt sie nun zu ihren Anfängen auf den Neumarkt zurück, den zentralen Platz in Köln, wo die Messe schon in den ersten Jahren stattfand. Dort, wo täglich mehr als 100.000 Menschen vorbeikommen, soll sie von nun an einen festen Platz haben. Neu ist auch, dass man sich ab diesem Jahr die Startunterlagen inklusive aller Gifts gegen einen kleinen Aufpreis in einem schick designten Sonderpaket zuschicken lassen kann. Das würde sehr gut angenommen, hieß es, denn etwa jeder vierte Läufer nutze diese Möglichkeiten schon jetzt. Keine Änderungen gegenüber dem Vorjahr wird es beim Streckenverlauf geben. Es bleibt dabei, dass im Kölner Süden bei Rodenkirchen etwas weiter gelaufen werde als früher, dafür wird im Norden ein Teilstück ausgespart. Die Strecke habe inzwischen eine nahezu optimale Ausformung gewonnen, meinte der Racedirektor, die über beide Hauptdistanzen absolut redordfähig sein, wie frühere Ergebnisse und Bestleistungen gezeigt hätten.

Unter dem Motto „Deine Stadt – dein Ziel“ wird der RheinEnergie Marathon Köln am 7. Oktober zum 22. mal ausgetragen. Dabei wollen die Organisatoren den Teilnehmern noch mehr Qualität bieten. Unter anderem wird man den Zieleinlauf am Kölner Dom deutlich verbreitern und die Logistik im Hinterzielbereich merklich entzerren. Die Afterraceparty bleibt im Reissdorf, das habe sich bewährt und wäre sehr beliebt. (Text und Foto: Michael Schardt)

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