Haspa Marathon Hamburg: 18.801 Athleten im Ziel

01.05.2018 | Von val
Haspa Marathon Hamburg: 18.801 Athleten im Ziel
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Die 33. Ausgabe von Deutschlands größtem Frühjahrsmarathon verzeichnet nicht nur eines der schnellsten Rennen, sondern auch eines mit einer halben Überraschung. Während im Frauenrennen mit Shitaye Eshete (BHR) eine Mitfavoritin gewann, hatte mit dem Äthiopier Solomon Deksise als Sieger der Männerkonkurrenz nicht unbedingt jeder gerechnet. Die für Bahrain startende gebürtige Äthiopierin Shitaye Eshete (BHR) verwies nach 2:24:51 h die Äthiopierin Birke Debele um 37 Sekunden auf Platz zwei. Dritte wurde Mimi Belete (BHR) nach 2:26:06 h. „Ich bin erst gestern angereist und wusste nicht so recht, was mich erwartet. Ich bin aber im Rennen schnell einen guten Rhythmus gefunden. Bei km35 war ich plötzlich allein, da bin ich eben auf und davon. Dass es sogar zum Sieg reichte, macht mich sehr glücklich “, erklärte die Siegerin im Anschluss an das Rennen.


Bei den Männern ließ der bei seinem ersten Start in Hamburg an Nummer sechs gesetzte Äthiopier Solomon Deksise sämtliche Top-Favoriten ab km 37 hinter sich und sicherte sich nach 2:06:34 h den Sieg. „Ich hatte eine gute Vorbereitung und konnte mich in Ruhe auf das Rennen vorbe-reiten. Als sich für mich aus der Führungsgruppe heraus eine Lücke auftat und ich danach meinem verbliebenen Konkurrenten davonlaufen konnte, ahnte ich, dass dies meine Chance ist, die ich sehr gut genutzt habe“; so der glückliche Sieger. Mit 20 sec Abstand kam Deksises Landsmann und Marathon-Debütant Tadu Abate ins Ziel. Das rein äthiopische Podium komplettierte Ayele Abshero nach 2:07:19 h.


Große Freude beim besten Deutschen Philipp Pflieger. Der Regensburger schaffte seine dritte erfolg-reiche Marathonteilnahme nach einer taktisch und läuferisch starken Leistung. 2:13:39 h notierte die Uhr für ihn im Ziel. Dies entsprach nicht nur Gesamtrang elf, sondern auch seinem Ziel, die Marathon Einzel-Norm von 2:14:00 h für die Europameisterschaften in Berlin im August zu unterbieten. „Meine Tempomacher und ich waren im ersten Abschnitt sehr schnell unterwegs, vielleicht ein bisschen zu schnell. Als dann der erste bei km 25 und der nächste bei 30 ausstieg, dachte ich: `ok, lauf ich 12 km eben allein´. Das ist immer ein bisschen riskant, war aber eben nicht zu ändern und ging zum Ende ja gut aus, entsprechend bin ich sehr glücklich und werde heute sicher ein bisschen feiern“, so der 30-jährige. Der Magdeburger Frank Schauer lief bei seiner vierten Marathon-Teilnahme in Hamburg als 16. nach 2:19:51 h ins Ziel.

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Im Rahmen der Premiere des Halbmarathons an der Holstenglacis sorgte um 8:25 Uhr bei idealen äußeren Bedingungen – 20° C  und heiter – zunächst das Handbike- und Rollstuhlrennen mit neun Athleten für den sportlichen Auftakt des Tages. Sieger nach 41:14 min war Dr. Ilie Stefirta aus Moldavien, Kerstin Horn vom Verein Rot-Weißwar die schnellste – und einzige – Frau im Wettbewerb und kam nach 1:12:00 h ins Ziel.

Im kurz darauf eröffneten Rennen für Läuferinnen und Läufer startete auch Deutschlands erfolgreichste Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt und gewann hier erwartungsgemäß die Frauenwertung. Die 37-jährige gab sich nach dem Lauf mit ihrer Zeit von 1:15:12 h allerdings nicht völlig zufrie-den: „Ich hatte mir eine Zeit um 1:13 h vorgenommen und musste feststellen, dass mir noch Wettkampfhärte fehlt. Immerhin weiß ich jetzt ganz gut, wo ich nach meiner Fußverletzung im Winter stehe.“

Ergebnisse: http://hamburg.r.mikatiming.de/2018/

Fotocredit: Hochzwei / Haspa Marathon Hamburg: Titel: Philipp Pflieger läuft EM-Quali

Foto: Das Feld beim Haspa Marathon Hamburg

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